Nach laaaanger Zeit will ich mich doch mal wieder zu Wort melden … mit einem neuen Artikel über einen alten Bekannten, den Opera Browser.

Opera liegt inzwischen in der Version 9.64 vor, von mir eingesetzt wird (wie immer) die portable „@USB“ Variante (Download hier). Damit sind wir auch schon beim zentralen Grund, in einer Zeit, wo alles auf das große Duell Webkit (Safari / Chrome) gegen Mozilla (Firefox) hinaus zu laufen scheint, auf Opera zu setzen – Von Google Chrome gibt es überhaupt keine vernünftige portable Variante, und „Firefox Portable“ braucht von meiner SD Karte 30 – 40 Sekunden für den ersten Start. Über den Internet Explorer braucht man nicht zu diskutieren, also bleibt eigentlich nur noch Opera, der zudem auch nur 12 MB Speicher auf der Karte (gegenüber >40 MB für Firefox) belegt. Dabei enthält Opera auch noch einen eingebauten RSS Reader, Email Client und viele andere Features.
Auf den ersten Blick wirkte Opera etwas träger als Firefox in der aktuellen 3.1 Beta, was sich aber mit ein paar einfachen Tuning Tipps (s. hier) sehr schnell ändern ließ. Zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen habe ich alle cache Verzeichnisse nach C:\temp verlegt (opera:config in die Navigationsleiste eingeben, nach cache suchen und Pfade entsprechend anpassen). Damit fühlt sich Opera, auch wenn er in reinen Javascript Benchmarks knapp hinter Chrome und Firefox 3 liegt, subjektiv deutlich schneller an als die Vergleichsprodukte, besonders von einem SD- oder USB Medium, wo Firefox viel an Speed verliert.
Zusätzlich muss dann nur noch der Werbeblocker aktiviert werden (Anleitung hier) und mit ein paar Javascript Buttons (einfach auf der Seite hier doppelklicken) erhält man ein paar gute Zusatzfunktionen (z.B. verwende ich das Ausblenden / den Dropdown Button für das Hauptmenü). Kompatibilitätsprobleme, wie noch kurz nach Erscheinen der Version 9.5 scheinen der Vergangenheit anzugehören, lediglich bei ein paar Seiten (wie z.B. der Napster Online- Player) muss noch in den Seiteneinstellungen „Als Firefox maskieren“ aktiviert werden. Themes sind in Hülle und Fülle verfügbar, ich verwende im Moment das moi Theme, mit dem sich Opera auch optisch wohltuend vom Browser- Einerlei abhebt.
Alles in allem ist für mich Opera die mit Abstand beste Alternative unter den Browsern, die vom USB Stick laufen. Vielleicht sogar der beste Browser überhaupt auf dem Markt, aber da sind die Geschmäcker sicherlich verschieden.