Axel's Blog

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Ubuntu ist nicht Linux

„Ich hab es ja immer gewusst“, werden die Windows- Benutzer sagen, wenn sie dieser Tage vielleicht zufällig im Web einen Artikel über das aktuelle Ubuntu Release „Karmic“ lesen. Das tun sie vielleicht, weil sie während des Stunden dauernden Updates von Windows Vista auf Windows Seven gerade Zeit haben (s. hier), oder beim Googeln nach Windows 7 auf eines der markigen Interviews von Mark Shuttleworth stoßen, der sein aktuelles Release als „Windows 7 Killer“ anpreist, und (nachdem das jetzt erledigt ist) MacOS als neues Maß aller Dinge angibt … Die Realität sieht freilich anders aus -  Update Probleme, Grafikfehler, Programm- und Systemabstürze erinnern eher an Windows Versionen aus den 90ern als an ein Linux Betriebssystem. „Ich hab es ja immer gewusst“, werden also die Windows Anwender sagen, „dass Linux nichts taugt“.

FALSCH !!!

Entgegen der Wahrnehmung in den Medien ist Ubuntu NICHT Linux. Natürlich ist Ubuntu eine Linux Distribution, und (gerade wegen der markigen Sprüche von Herrn Shuttleworth) mit Sicherheit die bekannteste. Und natürlich ist ein schlechtes Ubuntu Release wie das aktuelle keine gute Werbung für Linux. Im Gegensatz zu einem schlechten Windows Release (wie z.B. Vista) hat man unter Linux aber Alternativen, von denen ich hier mal kurz die (meiner Meinung nach) attraktivsten aufzählen möchte:

  • Mandriva One KDE 2010 – Für mich die Distribution der Stunde, stabil, rund, aktuell, und nach Testberichten „die vielleicht beste Linux Distribution dieses Jahres“ (Quelle)
    Benutzt KDE4 als Standarddesktop, unterstützt aber auch Gnome, LXDE, Moblin, und zahlreiche andere Umgebungen
  • Simply Mepis 8.0 – Grundsolide, einfach zu bedienende Desktop Distribution mit viel Liebe zum Detail. Basiert auf Debian 5.0 (Stable) und KDE 3.5,

Dazu gibt es noch viele interessante Linux Distributionen für besondere Anwendungsfälle

  • Parted Magic – LiveCD mit zahlreichen Festplatted Tools allen voran GParted („Partition Magic“) und  Clonezilla („Ghost“)
  • Damn Small Linux – Für SEHR alte Hardware (Pentium 200, 64 MB RAM)
  • XBMC Live – Mediacenter für Wohnzimmer PCs
  • Debian 5.0 – Immer noch das Maß aller Dinge auf dem Server
  • Archlinux (Rolling Release) – Bestes Linux für Profis, die sich ihr System individuell konfigurieren (die Basisinstallation kommt ohne ALLES) und immer brandaktuelle Anwendungen haben wollen.

Als bitte nicht vergessen – Linux ist viel mehr als Ubuntu, und es ist gerade die Vielfalt, die es so besonders macht und von anderen Betriebssystemen abhebt

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Mandriva 2010.0 Free KDE

#! hin, Chakra her, beides sind nicht unbedingt Distributionen, die man mal schnell seiner Oma in die Hand drücken kann um Linux auszuprobieren … und das aktuelle Ubuntu 9.10 fährt gerade sehr gemischte Kritiken ein – überhaupt scheint Canonical so eine Art „Linux Microsoft“ zu werden, zumindest auf der Beliebtheits- Skala.

Da drängt sich schon mal die Frage auf, was haben eigentlich in der Zeit VOR Ubuntu die Leute gemacht, die nicht in der Lage waren, einen Kernel mit allen Treibern für ihre Hardware zu kompilieren ? Für die gab es Mandrake – das heißt heute Mandriva, ist erfolgreich dem Konkurs entronnen und hat gerade Version 2010.0 „Adelie“ veröffentlicht. Grund genug, der sympathischen Französin mal wieder eine Chance zu geben.

Als Basis kommt dabei entweder die „One“ LiveCD oder die „Free“ Installations- DVD in Frage, aufgrund meiner Linux- freundlichen Hardware (Intel Grafik) und der vielfältigeren Optionen beim Installieren habe ich mich für die „Free“ DVD entschieden, die nur Pakete unter GPL beinhaltet (NonFree und PLF Repositories lassen sich aber hier ganz einfach hinzufügen).

Die Installation verlief reibungslos, meine bestehende #! Installation wurde automatisch in Grub eingebunden und nach gut 20 Minuten konnte ich in ein komplettes KDE Environment booten (von der Free DVD kann man aber genau so Gnome oder LXDE, XFCE, Moblin, etc. installieren). Im Gegensatz zu *buntu haben die Mandriva Entwickler ihre Hausaufgaben bei der Hardwareunterstützung gemacht, trotz (beinahe) gleichen Kernel und Xorg Versionen läuft das System absolut stabil und kann auch 3D Grafik schnell und fehlerlos darstellen. Der Bootvorgang ist zügig (1/2 Minute von grub bis KDE Desktop) und wirkt harmonisch und „aus einem Guss“.

Der KDE Desktop ist komplett konfiguriert, inklusive ansprechender Hintergrundbilder und Bildschirmschoner. Die Softwareauswahl ist komplett, Firefox und OpenOffice ersetzen Konqueror / Arora und KOffice. Positiv fällt die Mandriva Netzwerkverwaltung auf, die um einiges intuitiver zu bedienen ist als die KDE Standardlösung, wie sie z.B. in Kubuntu oder Chakra zum Einsatz kommt. Und die Softwareverwaltung zeigt, dass ein RPM- basiertes Paketmanagement durchaus nicht schlechter sein muss als ein DEB- basiertes. Das Angebot an Paketen ist (vor allem unter Einbeziehung von NonFree und PLF Paketen) enorm, zumal RPM immer noch das Lieblingsformat kommerzieller Anwender ist (Vmware, Citrix, …).

Als Fazit bleibt eigentlich nur zu sagen, dass Mandriva zu Unrecht im Schatten von Ubuntu steht – in der aktuellen Version wirkt es wesentlich runder und ausgereifter als Ubuntu 9.10, vor allem in der von mir getesteten KDE Variante. Kaufen … äh … runterladen !!!

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Chakra: Arch + modular KDE + Tools

Nach den entmutigenden ersten Eindrücken vom kommenden Kubuntu Release fand ich es an der Zeit, mal wieder „Distro- Shoppen“ zu gehen …

Schon seit längerem hatte mich ArchLinux fasziniert – eine weitere Distribution die sich „Simplicity“ auf die Fahnen geschrieben hat, diesen Begriff aber völlig eigenständig interpretiert. Arch wird nur als Minimalsystem (kein X, kein Desktop) oder sogar als Netzwerkinstallation ausgeliefert. Der simple Textmode Installer richtet ein Basissystem ein (ohne Desktop / X), das man dann mit Hilfe des pacman Paketmanagers erweitern kann.

Hier spring das Chakra Project in die Bresche, das auf ArchLinux Basis eine Live CD mit komplettem KDE Desktop und grafischem Installer zur Verfügung stellt. Damit kann man sich einen Sonntag Arbeit sparen, und bekommt trotzdem alle Vorteile von Archlinux:

  • Arch wird fortlaufen aktualisiert („Rolling Release“), d.h. ein einmal installiertes System kann für immer paketweise upgedated werden
  • Arch nimmt möglichst wenige Änderungen am Kernel und der installierten Software vor, d.h. man erhält (weitestgehend) die Originalversion der jeweiligen Projekte
  • Arch ist sehr aktuell, Pakete werden praktisch sofort zur Verfügung gestellt, sobald ein Projekt eine stabile Version veröffentlicht
  • Das Softwareangebot ist riesig, v.a. wenn man das Community Repository AUR einbezieht (enthält teilweise auch Source Pakete)
  • Arch hat eine tolle Community, in der man zu jedem Problem eine Lösung findet (entweder im Wiki oder in Notfällen im Forum, deutsche Version hier)
  • Arch ist – durch weglassen „unnötiger“ Komponenten und Services – schnell und schlank

Außer der KDE Komplettinstallation bietet Chakra noch ein paar Zusatzfeatures:

  • „KDEMod“, einen optimierten und modularisierten KDE Build  (optional auch KDE3)
  • „Shaman“, einen grafischen Paketmanager  (ich bevorzuge weiter das Konsolentool yaourt, das auch AUR Pakete automatisch installieren und bauen kann)
  • „Arxin“, ein grafisches Arch Konfigurationstool
  • Automatische Updates mit Benachrichtigung im System Tray

Dem Alpha Status entsprechend arbeiten die Chakra- Tools stellenweise noch etwas holprig – Shaman fuktionierte erst nach einem Systemupdate (pacman -Syu) und meine Datenpartition wurde – obwohl im Installer angegeben – nicht automatisch gemountet. Trotzdem spart Chakra gegenüber der Arch Standardinstallation einen Haufen Zeit, und hat das Potential, Arch langfristig „massentauglich“ zu machen.

Chakra / Arch wird deshalb mein neues Standardsystem – reinen Endanwendern und Linux Neulingen würde ich aber weiterhin zu Mint7 KDE raten, da sich das Projekt noch in einem frühen Entwicklungsstatus befindet.

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Update: Kubuntu Karmic Alpha6

Hier ein kurzes Update über den Stand der Dinge in Kubuntu 9.10 Alpha 6 – Das Networkmanager Widget funktioniert zwar, ABER …

  • Kwin und kdeinit stürzen dauernd ab, was nur durch einen Neustart zu lösen ist
  • Start- Splashscreen fehlt …
  • … und gibt Blick frei auf zahlreiche Fehlermeldungen beim Boot (Intel DRI etc.)
  • 3D Unterstützung (Intel) ist völlig unbrauchbar – 3D Applikationen sind sehr langsam und frieren dauernd ein
  • Updates in Kpackagekit sind chaotisch (gesperrte Pakete, fehlenden Abhängigkeiten …)
  • Der Adblocker von Arora ist weg (wird wohl noch gefixt)

Bei diesem Zustand eine Woche vor Beta Termin, bei einem eher negativen Trend im Vergleich zu früheren Alphas muss man sich ernsthaft frage, ob all diese elementaren Fehler bis zum Release- Termin in gut einem Monat zu beheben sind.

Ich warte auf jeden Fall auf Mint 8 KDE nächstes Jahr, und auch das wird erstmal nur zum Testen in eine separate Partition installiert. Mit selektiven Updates (Kernel 2.6.30, KDE 4.3) ließe sich auch ohne weiteres bis zur Version 10.04 „LTS“ Version (mit mehr Fokus auf Stabilität) durchhalten.

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Kubuntu Karmic Koala (Alpha)

Nach einigen netten Reviews und angesichts des nahenden Beta- Termins (1.10.) habe ich beschlossen, mir die nächste Kubuntu Version 9.10 Alpha 5 mal genauer anzusehen.

Positives

Die Installation verlief wie gewohnt reibungslos und natürlich gibt es viele Verbesserungen:

Der Systemstart ist jetzt komplett grafisch, die Umstellung auf grub2 bereitete auf meinem System keine Probleme.  EXT4 (schneller !!!) hatte ich auch schon unter Mint 7 (Kubuntu 9.04) als Filesystem verwendet. KDE 4.3 mach einen sehr guten, runden Eindruck, wovon natürlich auch Kubuntu profitiert (s. auch KDE Artikel).
Große Fortschritte gibt es bei der Integration von GTK Anwendungen, denen jetzt automatisch ein passendes Widget Set übergestülpt wird, Firefox benutzt KDE File Dialoge und für OpenOffice haben sogar die Kubuntu Entwickler selbst eine neue KDE Integration geschrieben. Außerdem werden nach dem Update für K3B jetzt endlich keine KDE3 Programme mehr ausgeliefert. Multimedia Codecs und der Flashplayer funktionieren sie aber ohne Probleme, wenn man sie einmal von Hand nachinstalliert hat.

Ein echter Lichtblick ist auch die neue Version von KPackageKit. Sie stürzt nicht mehr dauernd ab und schlägt bei Bedarf automatisch die Installation zusätzlicher Codecs und Programme vor.

Kritik

Gleich nach der Installation eine herbe Enttäuschung: Das KDE Network-Manager-Widget kann immer noch kein WPA. Geschenkt, bei einer Alphaversion, hätte mir das Problem nicht schon in der FINALEN Kubuntu 9.04 Version ganze Tage versaut … also musste wieder mal der gute alte „network-manager-gnome“ herhalten (Kommando „nm-applet“), der dann aber wie gewohnt seinen Dienst tat (gute, schnelle Alternative: wicd).

Beim Browser wurde leider zurückgerudert, anstatt Arora wird wieder Konqueror als Standardbrowser ausgeliefert. Zugegeben ist die verwendete Version Arora 0.8 ein bisschen buggy, ein simples Update auf die (finale) Version 0.9 würde aber die meisten Probleme lösen. Firefox  ist als Alternative sowieso Pflicht (sowohl Arora als auch Konqueror werden von den Webseitenbetreibern nicht durchgängig unterstützt), und sollte deswegen meiner Meinung nach automatisch mit installiert werden.

Leider wurde (wohl aus Platzgründen) auch auf einige KDE „Killer Apps“ wie Digikam, Marble, K9Copy oder Kdenlive verzichtet, genau wie auf die KDE Spiele und zusätzliche Themes. Eventuell wäre es besser, auf eine DVD als Installationsmedium umzusteigen, da Kubuntu den Rahmen einer CD immer mehr sprengt.

Dass der Systemstart jetzt über eine Minute dauert und das System (seit nicht mehr genauer nachzuvollziehenden Updates) ab und zu einfriert, ist vermutlich dem frühen Entwicklungsstand geschuldet und wird hoffentlich bis zum Releasetermin Ende Oktober behoben sein.

Fazit

Alles in allem ist Kubuntu Karmic Koala kein schlechtes Release, aber lange nicht der Meilenstein, den die vielen „K“s im Namen vermuten lassen … Mit viel Glück und Experimentierfreude lässt sich Kubuntu 9.10 bereits im Alltag einsetzen, wer eine „Plug&Play“ KDE Distribution sucht, sollte aber auf die finale Version Ende Oktober warten, oder noch besser auf die nächste Linux Mint KDE Version, die erfahrungsgemäß Anfang nächsten Jahres erscheinen dürfte.

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KDE4 – Mac für Linux !

KDE4 hat mich seit seinem Erscheinen vor 2 Jahren fasziniert – modernes Design, einheitliches Erscheinungsbild für alle Programme und eine Vielfalt and nativen Anwendungen versprachen eine Art „Mac für Linux“ Umgebung, ein Versprechen, dass die ersten Versionen leider nicht halten konnten. Seit KDE 4.2 und 4.3 aber vermehrt gute Kritiken bekommen, scheint es lohnend, sich mal wieder mit der Materie zu beschäftigen …

kd4Als Basis wählte ich nach guten Erfahrungen Linux Mint KDE, das eine „undogmatische“ KDE 4.2 Umgebung anbietet (Firefox anstatt Konqueror, OpenOffice anstatt KOffice, Synaptic anstatt KPackageKit und nm-applet anstatt des KDE NetworkManager Widgets, wobei ich für diesen Job Wicd vorziehe).

Wie lebt es sich also mit einer aktuellen KDE Implementierung ? Zunächst die Performance – KDE4.2 fühlt sich auf einem halbwegs aktuellen Rechner flüssig an, und braucht zum Start nur 5 Sekunden länger als der vergleichsweise spartanische #! Openbox Desktop. Anwendungen starten schnell und die Systemlast ist moderat (ca. 250MB belegter Anwendungsspeicher nach dem Start).

Die Oberfläche ist intuitiv, ich mag besonders das neue KDE Menü (wegen der eingebauten Suche) und die flexible Gestaltung des Desktops durch Widgets, obwohl mein Setup mit Home Folder und Desktop Switcher eher minimalistisch ausfällt. Sehr schön ist auch die nahtlose Integration von GTK Programmen wie Synaptic, Firefox oder OpenOffice, die dank QtCurve das selbe Widget Set (incl. Icons und Schriften) verwenden und so nicht mehr als „Fremdkörper“ erkennbar sind.

Das eigentliche Argument für KDE sind seine Programme, von denen ich hier die besten kurz vorstellen möchte:

  • Dolphin ist mein Lieblings- Dateimanager. Er bietet verschiedenste Ansichten (auch Side By Side und ein Mac „Filer“ Spaltenlayout), ist komplett konfigurierbar und vereint so die Vorteile der beliebtesten Dateimanager.
  • Amarok ist unbestritten die Messlatte beim Abspielen und Verwalten von Musik (wie Itunes, nur besser)
  • Digikam ist eine hervorragende Fotoverwaltung, die Google Picasa in einigen Punkten (Performance, Editieren) sogar noch übertrifft (der Editor lässt sich als FotoShow auch einzeln aufrufen)
  • Der SMPlayer kann (dank Mplayer als Basis) jedes Video abspielen
  • Kdenlive ist das mit Abstand beste frei verfügbare Video- und DVD- Produktionstool (incl. Effekten und Non-linearem Editor)
  • K9Copy ist der beste DVD Ripper unter Linux
  • BackInTime ist ein sehr benutzerfreundliches Backup Tool, ähnlich der Mac „Time Machine“

Eine ausführlichere Liste, in der man auch Alternativen zu bekannten Windows oder KDE Programmen sehen kann, befindet sich hier.

Kleine Lücken gibt es natürlich auch noch im KDE4 Programm, an erster Stelle fehlt ein Browser – Konqueror mag ja nicht schlecht sein, wird aber im Netz überhaupt nicht unterstützt. Mit dem Webkit Browser Arora gibt es ein vielversprechendes Projekt (incl. Private Mode und Adblocker), das bereits für Kubuntu 9.10 als Standardbrowser diskutiert wird. Und natürlich lassen sich auch unter KDE Firefox oder Chromium benutzen. KOffice2 ist ebenfalls auf einem guten Weg, was die Usability angeht, lässt aber gegenüber OpenOffice noch zu viele Features vermissen um wirklich konkurrenzfähig zu sein (z.B. MS-Office Kompatibilität).

Als Fazit kann man sagen, dass die aktuelle KDE Version das Versprechen „Mac für Linux“ endlich erfüllt. Der Anwender erhält eine schnelle, integrierte und gutaussehende Desktopumgebung und einige hervorragende Programme, die man sonst nigendwo findet. Mein „aufgebohrtes“ Mint 7 KDE (mit KDE4.3 und Kernel 2.6.30) bleibt also vorerst meine Standardumgebung, nicht zuletzt weil die Arbeit damit einfach Spaß macht.

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Playlist August 2009

Aggrolites – IV Reggae … von wegen sowas gibt’s heute nicht mehr !

Client – Command Female Fronted Electro Pop

Future Of The Left – Travels With Myself And Another Noise Rock zu Ende gedacht

Susius – Alles muss raus Deutscher Hiphop mit weiblicher Perspektive und hohem Niveau

The Gossip – Music For Men Pop Punk von Kate Moss dickster Freundin Beth Ditto

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Iron Browser für Linux

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal über SRWare Iron berichtet, einem auf Google Chrome / Chromium basierenden Browser mit Anpassungen für besseren Datenschutz (Details s. hier). Jetzt ist eine neue Iron Linux Version erschienen, die vor allem von zahlreichen Verbesserungen in Chromium in den letzten Wochen profitiert, die prominentesten davon Plugin(=Flash) Support und Themes. Die Iron Windows Features Adblocker und UserAgent Switcher haben es dagegen noch nicht nach Linux geschafft.

iron

Unter #! (Ubuntu) 9.04 installiert man am besten zunächst Google Chrome – damit ist sichergestellt, dass alle Abhängigkeiten erfüllt sind. Dann Iron herunterladen und einfach das .tar.gz auspacken. Mit „iron –enable-plugins –enable-user-script“ starten, um die Unterstützung der neuen Features einzuschalten.

Fehlende Funktionen bzw. Plugins lassen sich fast ausnahmslos mittels UserScripts und Bookmarklets nachrüsten, ich persönlich verwende z.B. Adsweep, Delicious Bookmarklet, Google Translate (DE / EN), GMail This, GoogleReader Share / Subscribe und WOT – so steht Iron einem ausgewachsenen Firefox mit Plugins in nichts nach.

Die Stabilität ist beachtlich, vor allem wenn man bedenkt dass es sich noch um eine Alpha Version handelt. In Benchmarks deklassieren die Webkit Browser (Chrome / Iron / Safari) den Rest der Welt sowieso, und auch im Alltag geht das Surfen mit Iron extrem flott von der Hand.

Dabei sollte man allerdings unbedingt darauf achten, dass IPv6 deaktiviert ist, was bei Iron im Gegensatz zu Firefox leider nur auf Systemebene möglich ist (Anleitung für #! / Ubuntu 9.04 s. hier, funktioniert nur mit Kernel 2.6.30).

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#! Perfect Desktop

Nach dem Vorbild der „Perfect Desktop“ Reihe von HowtoForge hier ein kurzer Überblick über Software und Einstellungen, die die Standardinstallation von #! Linux sinnvoll ergänzen. Sofern kein Link angegeben ist, lassen sich die Programme ganz normal über Synaptic (Alt+F2, „gksu synaptic“) oder apt-get installieren.

  • die Lokalisierung lässt sich mit „sudo gedit /etc/default/locale“ nachträglich auf deutsch (de-DE) ändern
  • mc ist ein Dateimanager incl. Texteditor, der im Terminal läuft (ein absoluter Lebensretter wenn mal was GANZ schiefgeht und X nicht mehr startet)
  • Der Tux Commander (tuxcmd) ist eine tolle Alternative zum eingebauten pcman Filemanager. Er bietet eine 2 Panel („NC“) Ansicht, Tabs, Terminal Integration und frei konfigurierbare Mime Types (die man allerdings in den Einstellungen selbst anlegen muss)
  • Firefox 3.5 kann nach der Synaptic Installation zum Standard- Browser befördert werden, indem man den /usr/bin/firefox Link von firefox-3.0 auf firefox-3.5 ändert (tuxcmd Kontextmenü)
  • Chromium /Google Chrome kann jetzt endlich auch unter Linux Flash (Anleitung hier). Opera ist natürlich auch eine gute Alternative, gerade für langsame Internetverbindungen oder schwächere Hardware.
  • Gmrun (Alt+F2) ist dank AutoComplete (Tab) auch als Schnellstarter zu gebrauchen (Strg+Enter führt den Befehl im Terminal aus)
  • Conky (Systeminfos auf dem Desktop) Beispielkonfigurationen finden sich hier
  • Obmenugen sorgt dafür, dass sich das OpenBox Menü automatisch aktualisiert. (Vorher unbedingt eine Sicherheitskopie der Menu ~/.config/openbox/menu.xml machen !)
  • OpenOffice ersetzt die Officeprogramme Abiword und Gnumeric. Um das #! GTK Theme zu verwenden, muss in  ~/.config/openbox/autostart.sh der Eintrag „export OOO_FORCE_DESKTOP=gnome"eingefügt werden
  • Listen ist ein Musikprogramm (ähnlich Itunes oder Amarok) dass sich an Playlists orientiert, und außerdem eine bessere Verzeichnisansicht bietet als das serienmäßige Rhythmbox
  • Picasa 3 ist die mit Abstand beste frei verfügbare Fotoverwaltung (einfachere Alternative: F-Spot)
  • Miro und Livestation bringen Videos und Internetfernsehen auf den Desktop
  • bum lässt Dienste beim Systemstart aktivieren oder deaktivieren
  • smb4k erlaubt den Zugriff auf Windows Netzwerkfreigaben (benötigt eine Rehe von KDE Libs, eine leichtere Alternative ist gigolo, mit dem ich aber nicht in der Lage war, ein Share auf meinem NAS zu öffnen)
  • wine erlaubt die Ausführung vieler Windows Programme (zumindest wenn sie kein DirectX oder den Windows Mediaplayer benötigen)
  • Monodevelop ist die einfachste Entwicklungsumgebung für GTK/C# (gute Alternative für C++ Fans: QT SDK in der free LGPL Version)

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#! CRUNCHBANG Linux

Linux hat ja irgendwie auch was mit Selbsterfahrung zu tun.

Obwohl am Mint Desktop (Gnome) objektiv wirklich nichts auszusetzen ist, bleibt dieses nagende Gefühl, eine leise Stimme, die mir zuflüsterte, dass ich noch nicht am Ziel meines Weges angekommen war … vielleicht weil Mint irgendwie doch nur XP in Grün ist ? Auch ein Ausflug nach Mint KDE brachte keine Erlösung (Vista in blau … ), XFCE war zu „Gnome“, LXDE zu  XFCE und Enlightenment zu esotherisch (E17 steht für die Jahre, innerhalb derer eine stabile Version zu erwarten ist, oder ?).

Inmitten dieser kleinen Sinnkrise fiel mein Blick bei Distrowatch auf eine Distribution mit dem sympathischen Namen „#!“ (sprich : „CRUNCHBANG“) – ein schlichter, schwarzer Desktop, der den leichtgewichtigen Openbox Window Manager mit Ubuntu 9.04 verbindet. Als ich zum ersten mal in den Openbox Desktop bootete (dank der gemeinsamen Ubuntu Basis konnte ich in mein bestehendes Mint7 einfach die #! Apt Repositories einbinden), wusste ich: Ich bin zuhause.

A screenshot of a clean CrunchBang Linux desktop.

#! reduziert das Betriebssystem auf das Wesentliche – in rund 30 Sekunden(!) Bootzeit erhält man einen kompletten Desktop, der auf „Bling“ weitgehende verzichtet und doch alle wichtigen Elemente anbietet (Menü, Taskleiste, Multi- Desktop, Schnellstarter, konfigurierbare Keyboard Shortcuts, …). Konfigurieren lässt sich die Umgebung fast ausschließlich über Konfigurationsdateien, die aber selbsterklärend und im Hauptmenü (Super+M) übersichtlich zusammengefasst sind. Wenn man wirklich mal eine Frage hat, findet man im (englischsprachigen) Forum in der Regel sofort eine Lösung.

Nach ein paar Tagen mit meinem Mint / #! Hybrid habe ich mich dann zu einer reinen #! 64 Bit Installation entschlossen. Den Erfahrungen und Anpassungen werden wohl weitere Artikel in diesem Blog gewidmet sein, denn auch wenn ich in #! vorerst ein neues Zuhause gefunden habe, ist damit natürlich mein Weg zum optimalen Linux Desktop noch lange nicht beendet … und ist nicht sowieso der Weg das Ziel ? Aber das ist eine andere Geschichte, und wird an einem anderen Tag erzählt.

Und hier noch der Link zur #! Homepage: http://crunchbanglinux.org/

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